Der Plan

Sterben Märchen aus? Diese Frage beschäftigt mich nach wie vor. Leider bin ich einer Antwort noch kein Stück nähergekommen. Warum? Naja, Schreiben ist für mich ein Hobby. Ich schreibe allein in meinem kleinen Kämmerlein. Deswegen bin ich weder in irgendwelchen Autorennetzwerken unterwegs, noch kenne ich die Szene besonders. Und Google konnte mir bisher auch nicht wirklich weiterhelfen.

Aber: Ich habe einen Plan!

Ich habe beschlossen aktiv zu werden und die Sache selbst in die Hand nehmen. Denn im März ist die Leipziger Buchmesse und ich werde dabei sein. Nur als Gast versteht sich. Aber dort treffen Autoren, Leser und Verlage aufeinander. Bücher und Geschichten werden gefeiert und vielleicht, nur vielleicht, finde ich ja eine Antwort auf meine Frage.

Wie genau ich es anstellen werde, der Märchenfrage auf den Grund zu gehen, weiß ich noch nicht. Vielleicht werde ich einen kleinen Fragenkatalog zusammenstellen und jeden damit löchern, der nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Oder ich schaue mir einfach nur jeden einzelnen Stand an und suche nach neuen, aufstrebenden Märchenbuchautoren. Was ja dann die Märchenfrage beantworten würde.

Wahrscheinlich komme ich aber eher mit einer Ladung neuer Bücher, als mit einer Antwort zurück. Und selbst wenn, dann habe ich zumindest wieder jede Menge Lese-Spaß. Außerdem gibt’s da ja immer noch Frankfurt.

Wie sieht‘s denn mit euch aus? Glaubt ihr, dass Märchen wirklich aussterben? Oder habt ihr Fragen zum Thema Märchen, die ich auf der Messe stellen soll? Dann schreibt mir.

 

Sie lässt mich nicht los

Die Märchenfrage. „Sterben Märchen wirklich aus?“

Und es ist nicht nur, dass sie mich nicht los lässt. Nein. Einmal drüber nachgedacht, wirft sie einfach – ganz ungefragt – neue Fragen auf!
Wie z. B.: Passen Märchen überhaupt noch in unsere Zeit?
Oder: Haben sie sich vielleicht nur verwandelt, der Zeit angepasst und erscheinen heute in einem neuen Gewand auf Youtube?

Dann kam mir ein anderer Gedanke. Vielleicht bin ich ja so sehr in meine eigene Märchenwelt verwickelt, dass ich eine andere Welt überhaupt nicht wahrnehmen kann. Oder will.

Also habe ich in diese wundersame Glaskugel namens Google geschaut. Die, die alles weiß und jeden kennt. Ich habe nach Autoren von Märchen gesucht. Und zwar die, die noch leben oder bis vor kurzem gelebt haben.

Ich gebe zu, ich habe nur kurz gesucht, aber was ich fand, hat mich dann doch überrascht.

Zum einen bin ich über Antoine de Saint-Exupéry gestolpert. Er lebte (laut Wikipedia) von 1900 bis 1944. Der Herr mit diesem sehr exquisiten, französischen Namen hat ein Märchen geschrieben, dass viele von euch kennen werden: Der kleine Prinz.

Was mich aber noch mehr überraschte war die Tatsache, dass sogar Astrid Lindgren Märchen geschrieben hat. Ich kannte bisher nur Pipi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga. Ich hatte sogar vergessen, dass Ronja Räubertochter von ihr ist. Und das ist ein Buch, welches ich als Kind wirklich gern gelesen habe (wobei ich hier gestehen muss, dass ich mir Namen noch nie gut merken konnte). Astrid Lindgren lebte von 1907 bis 2002.

Wahrscheinlich wird mich die Märchenfrage noch ein ganzes Weilchen beschäftigen. Meine Suche nach einer Antwort hat aber zumindest begonnen. Vielleicht stolpere ich ja sogar noch über einen quick lebendigen Märchenerzähler.

Und was dann passiert. Wer kann das schon sagen?