Setz dich auf den Hosenboden und schreib!

Vor ein paar Tagen saß ich im Flugzeug. Es war ein langer Tag, aber irgendwie bin ich nicht zur Ruhe gekommen. Also fing ich an in der Boardzeitschrift zu blättern und fand einen Beitrag übers Schreiben. In diesem Beitrag wurden verschiedene Autoren vorgestellt. Leider habe ich vergessen, wer diese Autoren waren. Worum ich um Entschuldigung bitten möchte.

Ich muss auch gestehen, ich war zu faul mir alles von Anfang bis Ende durchzulesen und hab mir nur die Zitate angesehen, die mir ins Auge fielen. Zwei Aussagen blieben bei mir aber hängen. Und sie wirken nach. Bis heute. Wenn auch nicht Wortwörtlich, sondern nur sinngemäß. Wie gesagt, es war ein langer Tag.

Die eine besagte, dass man nicht immer im „Flow“ ist, wenn man schreibt. Das dies Momente sind auf die man hofft, aber die eher selten eintreffen. Stattdessen ist schreiben harte Arbeit. Es kommt vor, dass man einen ganzen Tag vor dem Laptop verbringt und gerade mal zwei Sätze zustande bekommt. Und es kann sein, dass man Stundenlang Absatz für Absatz runter schreibt, nur um hinterher festzustellen, dass alles Murks ist.

Ist man aber im Flow und die Wörter fließen nur so über die Tasten hinauf auf den Bildschirm und du weißt noch während du schreibst, dass es genau das ist, was du sagen willst. Es passt einfach. Das ist ein unglaubliches Gefühl.

Doch egal, ob dir deine Geschichte zufliegt oder du um jedes einzelne Wort kämpfen musst. Ist sie erst einmal fertig, bist du stolz wie Oscar auf das, was du erschaffen hast.

Und damit kommen wir auch schon zu Aussage Nummer Zwei.

Wie so oft, kämpfe ich seit geraumer Zeit mit meinem altbekannten Freund, dem inneren Schweinehund. Mir fehlt die Zeit und die Muse, mich abends vor den Laptop zu setzen und ein paar Zeilen zu schreiben. Ich weiß, alles nur faule Ausreden. Aber mein Schweinehund hat sich mittlerweile zu einer regelrechten Bestie entwickelt. Ich weiß, klingt immer noch nach einer Ausrede.

In dem zweiten Artikel stand nun mehr oder weniger, dass du dich verdammt nochmal auf deinen Hintern setzen und schreiben sollst. Keine Geschichte schreibt sich von allein. Keine Geschichte wird nur vom Wunsch heraus erzählt zu werden, erzählt. Nein, du musst sie erzählen. Fertig.

Also: Setz dich auf deinen Hosenboden und schreib! Keine Ausreden, Keine Ablenkungen, Kein „Morgen ist auch noch ein Tag“. Heute! Jetzt! Der Countdown läuft. Die Deadline steht.

Also, nochmal: Setz dich auf deinen Hosenboden und schreib!

Und genau das werde ich jetzt tun …

2 Gedanken zu “Setz dich auf den Hosenboden und schreib!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s