Sollte man Ideen sterben lassen?

Mir schwirrt mal wieder so eine Geschichte im Kopf rum. Eine von der Art, die nicht eher Ruhe gibt, ehe ich sie nicht ausgefeilt und aufgeschrieben habe.

Die Hauptfigur steht, eine grobe Storyline ebenfalls und dann Schwups, fällt mir auf einmal ein, dass es ja total cool wäre, wenn noch acht – ich wiederhole, ACHT – weitere Charaktere mitspielen könnten. Also tüftle ich, schreibe um, überlege und bekomme Schlussendlich einen Knoten im Hirn, weil ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme!

Mein schönes, kleines Märchen bläht sich total auf und meine Hauptfigur, um die es ja eigentlich gehen sollte, geht komplett unter. Ich weiß nicht mehr, wie ich sie zurück in den Mittelpunkt rücken kann und die ganze Geschichte gerät ins Stocken. Es geht einfach nicht weiter. Die Ideen fließen nicht mehr. Da ist nur noch ein grauer, träger Nebel, der jeden Gedanken erbarmungslos verschluckt.

Was machst du dann?

Naja, ich hab erst mal gar nichts gemacht. Sondern habe das Märchen, samt ihrer zusätzlichen acht Charaktere, einfach links liegen lassen. Stattdessen habe ich mich mit anderen Dingen beschäftigt, wie z.B. mein Bad zu putzen. Diejenigen unter euch, die diesem Blog folgen, wissen, wie gern ich das tue.

Doch irgendwann ist mir wieder bewusst geworden, warum ich die Geschichte schreiben wollte und worum es mir dabei am Anfang ging. Und so habe ich die acht zusätzlichen Charaktere sterben lassen! Ich habe mich auf meinen Hosenboden gesetzt, den Laptop hochgefahren und nochmal von vorne angefangen. Ohne sie!

Denn ja, manchmal muss man sich von Liebgewordenem trennen, um weitermachen zu können. Manchmal muss man Entscheidungen treffen, um einem Märchen zu seinem Happy End zu verhelfen. Und, verdammt nochmal JA, manchmal muss man genau dafür Ideen sterben lassen.

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