Happy, Happy, Happy End

Einigen von euch, ist es wahrscheinlich schon aufgefallen. Aber das ultimative Happy End spielt für mich eine große Rolle. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich als Märchentante in meiner eigenen Traumwelt lebe. Und dort ist eben, wie schon so oft erwähnt, alles möglich. Oder einfach nur, weil Märchen ohne Happy End, irgendwie keine richtigen Märchen sind.

Aber wie sieht es im wahren Leben aus? Wenn der Alltag alle Abenteuer weg wischt. Wenn wir von Termin zu Termin hetzen und uns dabei nicht auffällt, dass die Bäume wieder grün geworden sind und der Sommer Einzug gehalten hat. Oder wir vor lauter Langerweile vergessen, dass das Leben allein schon ein einziges Abenteuer ist.

Im Märchen ist es einfach. Der Prinz rettet die Prinzessin und zum Finale gibt es einen Kuss, eine Hochzeit und den obligatorischen Ritt in den Sonnenuntergang.

In der Realität ist es etwas komplizierter. Aber es kann auch um einiges besser sein! Denn im Märchen gibt es nur das eine, große Happy End. Danach fällt der Vorhang. Die Geschichte ist aus. Das Märchen vorbei.

Aber in der Wirklichkeit – und jetzt kann ich nur noch für mich sprechen – gibt es viele Kleine. Eben: Happy, Happy, Happy Ends! Es kommt immer darauf an, wann du dein Leben betrachtest. Denn viele Happy, Happy, Happy Ends fallen dir erst auf, wenn etwas Zeit vergangen ist.

Du musst dir dein Leben wie einen Film vorstellen und jedes Mal, wenn dir ein Happy End auffällt, drückst du auf Pause.

Die offensichtlichen sind ganz klar. Z. B. als er dich zum ersten Mal geküsst hat (letzten Endes bleibe ich eben eine Märchentante), die erste eigene Wohnung, als du den Job bekommen hast oder als deine erste Gartenparty ein voller Erfolg wurde.

Die weniger offensichtlichen verstecken sich mitunter. Es sind meist die kleinen Momente. Ganz selten fallen sie mir sofort auf. Aber wenn, trete ich innerlich etwas zurück, blicke mich um und stelle fest, dass dieser Moment – so unvollkommen er auch sein mag – einfach perfekt ist.

Doch die meisten Happy, Happy, Happy Ends erkenne ich erst im Nachhinein. Z. B. meine Familie nach langer Zeit wieder in die Arme zu schließen. Eine Freundin wieder lachen zu sehen. Sich etwas getraut zu haben, vor dem man eine wahnsinnige Angst hatte – und dabei festzustellen, dass man sich ganz umsonst kirre gemacht hat. Mit Freunden zu grillen. Mitten in der Nacht spazieren zu gehen und festzustellen, dass die Luft so weich ist, dass sie dich wie eine Decke einhüllt. Ein Lied, das genau das ausdrückt, was du gerade fühlst und nicht in der Lage bist auszusprechen.

Es kommt immer darauf an, wann du auf „Pause“ drückst, um dein Happy, Happy, Happy End in den Fokus zu rücken. Wenn auch nur für einen Moment.

Natürlich verfällst du danach wieder unweigerlich in deinen Alltagstrott. Neue Problem und Dramen pflastern deinen Weg. Aber was du nie vergessen darfst ist: Ohne diese Probleme und Dramen, gäbe es weder ein großes Happy End, noch die vielen Kleinen.

2 Gedanken zu “Happy, Happy, Happy End

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